Geschichte der Astronomie

Die alten Hochkulturen der Ägypter und Babylonier sahen den Himmel mit seinen unzähligen Gestirnen als eine Art Botschaftler der Götter. So wurden etwa in Ägypten die Sonne als Gott Ra und der Sternenhimmel als Göttin Nut angebetet. Wie in den meisten damaligen Kulturen waren auch Babylonier davon überzeugt, dass die Erde eine Scheibe ist. Den Himmel stellten sie sich wie eine über die Erde gestülpte Käseklocke vor, an deren Innenseite die Sterne hingen, wärend die Sonne jeden Tag mit Pferd und Wagen über den Himmel gezogen wurde.
Erst die Griechen machten rund 500 v. Chr. aus der reinen Himmelsbeobachtung eine Wissenschaft, die Astronomie.
Der Philosoph und Mathematiker Pythagoras – etwa 570 bis 500 v.Chr. – lehrte bereits, dass die Erde eine Kugel sei. Aristoteles – 384 bis 322 v.Chr., ebenfalls ein griechischer Philosoph, bemerkte die Drehbewegungen der Gestirne, glaubte aber, dass die Sonne, Mond und Sterne um die Erdkugel rotieren. Diese Ansicht, das so genannte geozentrische Weltbild, hat sich rund 2000 Jahre gehalten. Erst der polnische Astronom Nikolaus Kopernikus – 1473 bis 1543 – erkannte, dass die Sonne im Mittelpunkt des Planetensystems steht. Sein heliozentrisches Weltbild fand zunächst allerdings nur wenige Anhänger, da vor allem die einflußreiche Kirche weiterhin an die Erde als gottgegebenen Mittelpunkt glaubte. Der dänische Astronom Tycho Brahe – 1546 bis 1601 entwickelte sogar ein Alternativmodell, das so genannte tychonische Weltbild. Darin galt die Erde nach wie vor als unbewegliches Zentrum des Universums, die von der Sonne und Mond umkreist wurde. Die restlichen Planeten sollten sich jedoch auf Umlaufbahnen um die Sonnen bewegen.
Doch ließ sich der Erkenntnisfortschritt nicht lange bremsen und mit der Akzeptanz des heliozentrische Weltbildes begann eine atemberaubende Entwicklung der Astronomie, die in der Erkenntnis gipfelte, dass auch die Sonne nur einer von vielen Sternen in einer vielen Galaxien ist.
Schließlich griff die Menschheit buchstäblich nach den Sternen – Im Oktober 1957 schickte die UdSSR das erste von Menschen geschaffene Objekt ins Weltall, den kleinen Sattelieten Sputnik – russisch für Gefährte – Dreieinhalb Jahre später war es dann so weit, und am 12. April 1961 startete der russische Kosmonaut Juri Gagarin – 1934 bis 1968 – als erster Mensch ins Weltall und umkreiste in der Raumkapsel Wostok 1 die Erde. Es folgten der Wettlauf zum Mond, den die Amerikaner am 2. Juli 1969 mit der Landung von Apollo 11 auf der Mondoberfläche für sich entschieden. Fast sieben Stunden nach dem Aufsetzen betrat der Astronaut Neil Armstrong geb. 1930 als erster Mensch den Mond. In den folgenden Jahren flogen Raumsonden zu den Nachbarplaneten der Erde, andere brachen in die Tiefen des Sonnensystems auf.

~ von weltraum am August 22, 2007.

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